Und jetzt kommt auch noch die arktische Kälte

Jetzt wird das Winterwetter wirklich garstig. So sind neue Überlebensstrategien für unser Gewächshaus und unsere Hauszuleitungen gefragt.

Um kein Blatt vor den Mund zu nehmen: Dieser Winter hängt mir so etwas von zum Hals raus!!!

Jetzt ist auch noch eine Kältewelle mit grauer Hochnebelsuppe angesagt, die über Tage und Wochen gehen soll. Am Tag sollen sich die Temperaturen im einstelligen Minusbereich befinden, nachts im zweistelligen. Über Tage und Wochen wird es nicht mehr wärmer als minus 5 Grad.

Einleitung von Notfallmassnahmen

Wer meine früheren Posts gelesen hat, weiss, wie gut wir dafür ausgerüstet sind mit unseren nur notdürftig wieder vergrabenen Hauszuleitungen und unseren Zitruspflanzen, die in ihrem lottrigen Gewächshaus mit Kerzenheizung vor sich hin bibbern (und sich sicher wünschen, dass ganz andere Menschen sie gekauft hätten).

Also gilt es, Notfallmassnahmen zu ergreifen. (Ja, auch beten oder aufgeben wäre eine Lösung, aber das mache ich dann, wenn die Lage völlig hoffnungslos ist.)

Eine Schutzhülle für das Gewächshaus

Unser Gewächshaus eingepackt in Noppenfolie (frei nach Christo)

Als erste Massnahme bin ich heute in den Landi (das ist eine Art Schweizer Warenhaus für Bauern, das ein erschwingliches und sehr umfassendes Sortiment bietet) gefahren. Dort kaufte ich dann fünfundzwanzig Meter (=fünf Rollen) Noppenfolie, superstarkes Klebeband und eine signalgelbe Arbeitsjacke.

Da wir kein Auto haben, war ich mit dem Bus und meinem Grossmutter-Einkaufstrolley unterwegs. Da Hipsters diese "Accessoires" inzwischen entdeckt haben, war ich also voll stylisch unterwegs. Ehrlich gesagt fühlte ich mich aber eher wie ein Clochard mit seinem Einkaufswagen, so wie die Leute starrten.

Zuhause bastelte ich aus der Noppenfolie und den Klebstreifen einen Überzug für unser Gewächshaus, zog die signalgelbe Arbeitsjacke, Schneestiefel, Mütze und Arbeitshandschuhe an und stülpte gemeinsam mit meinem Liebsten den Überzug wie eine Art Kondom über das Gewächshaus.

Und ja, natürlich musste es schneien. Aber die Jacke, die ich gekauft hatte, weil ich nichts Warmes und Wasserdichtes zum draussen Arbeiten mehr hatte, ist wenigstens wunderbar warm.

Ein Waschregime für die Nacht

Da die Temperaturen am Tag weit unter null bleiben und in der Nacht arktisch werden sollen, ist unsere nur notdürftig zugegrabene Wasserzuleitung zum Haus nun akut gefährdet.

So versuchte ich heute Nachmittag, die Äste bei unserer Thujahecke abzuschneiden und so eine zusätzliche Isolationschicht auf den Leitungen aufzubauen (ähnlich wie man Tannenzweige auf Rosen legt).

Mir wurde so kalt, dass ich es nicht lange aushielt. Und das Ganze dauerte auch zu lange. Eine andere Lösung muss her.

Ab jetzt programmiere ich jede Nacht den Geschirrspüler und die Waschmaschine, so dass die eine um zwei Uhr morgens und die andere um vier Uhr morgens zu laufen beginnt. So läuft die ganze Nacht immer wieder Wasser.

Keine schlechte Idee, oder? – Theoretisch schon, nur:

Als ich das mit der Waschmaschine vor bald zehn Tagen zum ersten Mal versuchte, briet es mir das Mainboard darin. Entweder war es einfach schon zu alt, oder aber die Stromversorgung der Waschmaschine lieferte sich einen Kampf mit der Stromversorgung des Ölradiators im Zigeunerwagen – und verlor.

Jedenfalls durfte am darauffolgenden Tag der Techniker kommen …

 

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