Es wird sch…kalt

In einigen Nächten sind Minustemperaturen im zweistelligen Bereich angekündigt. Das sind düstere Prognosen für unsere freigegrabenen Hauszuleitungen und unsere Zitruspflanzen in ihrem kleinen Gewächshaus.

Beim Blick auf die 16-Tage-Wettervorhersage wurde mir heute Morgen mulmig. Bald fällt das Thermometer in den Nächten tief unter null in den zweistelligen Minusbereich. Für uns ist das gar nicht gut.

Unsere Hauszuleitungen (Wasser, Strom und Gas) sind freigegraben. Unsere Zitruspflanzen befinden sich in ihrem Gewächshaus im Garten, das diesen Temperaturen nicht standhalten kann.

Das hat uns gerade noch gefehlt!

Aber Jammern nutzt ja bekanntlich nichts. So überlegte ich mir, getreu unserem von Teddy Roosevelt geborgten Motto "Do what you can with what you have", was wir tun können, damit wir, unser Haus und unsere Pflanzen dieses Wetter unbeschadet überstehen.

Als besonderer Clou stehen uns ja noch die Feiertage bevor. So einfach mal als Horrorvision: Es ist der 26. Dezember und unsere Wasserleitung ist eingefroren …

Kerzen als Wärmequelle für das Gewächshaus

Kerzen als Gewächshausheizung
Kerzen als Gewächshausheizung

Bei Ikea haben viele Frauen ein Kerzen- oder ein Serviettenproblem. Man will sich nur umschauen und kommt am Ende mit einer Tasche voller Kerzen oder Servietten aus dem Geschäft.

Ich habe tatsächlich schon beides geschafft, aber meine Schwäche sind Kerzen. Und wenn die gekauften Kerzen heruntergebrannt sind, giesse ich aus den Wachsresten neue. So habe ich meist ein ganzes Regal davon, was in dieser Situation praktisch ist.

Ich stellte im Gewächshaus eine Anzahl Kerzen in Laternen auf. Unsere Zitruspflanzen verbringen Weihnachten jetzt im warmen Lichterglanz und wir hoffen, dass diese Mini-Heizung bei der kommenden sehr kalten Nächten reicht.

Erdsäcke und Teichfolie als Isolation für die Wasserleitung

Beim Bauen in unseren Breiten gibt es die Regel, dass Hauszuleitungen mindestens 80 cm tief vergraben sein müssen, damit sie frostsicher sind. Strom und Gas sind dabei (zumindest soweit ich weiss) kein Problem, aber das Wasser:

Ist die Leitung erst einmal gefroren, bekommt man sie, bis es taut (im schlimmsten Fall bis zum Frühling), nicht mehr auf. Und handelt es sich um Kunststoffrohre, sind diese dann meist durch den Druck des Eises geplatzt.

Um das zu verhindern, deckte ich die Hauszuleitungen mit Erdsäcken und Teichfolie ab, um sie wenigstens ein bisschen zu isolieren. Wenn das nicht mehr reicht, müssen wir jede Nacht im Haus einen Wasserhahn tröpfeln lassen, denn solange ein wenig Wasser fliesst, sollte das freigelegte Wasserrohr nicht einfrieren.

Erdsäcke als Isolation für die Hausleitungen
Die ersten Erdsäcke befinden sich in der Grube
Die Hauszuleitungen mit ihrer provisorischen Isolation
Die Hauszuleitungen mit ihrer provisorischen Isolation

Hoffentlich wird die Kälte nicht zu schlimm!

 

Nachtrag vom 22.12.2016

Heute sandte unser Erdbauer zwei seiner Leute, die die Erdsäcke aus der Grube hoben, die Leitungen mit etwas Erde bedeckten und eine Isomatte darüberlegten. Das ist wahrscheinlich schon etwas besser als meine Lösung (weniger Lücken).

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