Es wird noch kälter

Langsam sinken die Temperaturen ungemütlich tief. Jetzt muss im Wohnwagen eine temporäre Heizung her, damit wir ihn für den Umzug herrichten können.

In unserem Zigeunerwagen haben wir noch immer keinen Strom und kein Wasser, weil unsere netten Baufachleute die Anschlüsse versemmelt haben.

Wasser kann man in Kanistern in den Wagen tragen und der Stromanschluss war uns bei den bisher meist noch erträglichen Wintertemperaturen egal. Aber bald wird es gemäss Wettervorhersage nochmals deutlich kälter.

Ein Ölradiator wärmt jetzt den Zigeunerwagen
Ein Ölradiator wärmt jetzt den Zigeunerwagen

Und wir müssen mit dem Einrichten unseres Wohnprovisoriums beginnen. Wollen wir nicht in voller Polarforscher-Montur im Wagen drin arbeiten, müssen wir uns etwas einfallen lassen.

Auch fragen wir uns, wie die Elektrogeräte, davon insbesondere der Kühlschrank, die tiefen Temperaturen überstehen sollen. Für den Wagen selbst und das Holz sollte die Kälte kein Problem sein. Auf vielen Museumsschlössern wird im Winter nicht geheizt und selbst Antiquitäten überstehen das problemlos.

Stromverlegung free-style

So kam der Moment, um zu basteln. Ich stellte unseren alten Ölradiator im Wagen auf, zog das Kabel meiner Kabelrolle auf ziemlich abenteuerliche Weise durch das mit Luftpolsterfolie isolierte WC-Fenster raus, quer durch den Garten, über die Kellertreppe und durch das Fenster der Kellertür zur Steckdose.

Jetzt können wir nur hoffen, dass unsere eher kapriziöse Stromversorgung dabei mitmacht.

 

Nachtrag vom 10. Januar 2017

Der heutige Besuch im Wagen war eine Freude: Die Heizung ist nicht besonders hoch eingestellt, damit uns die Sicherung nicht rausfliegt. Trotzdem ist die Temperatur im Wagen erstaunlich angenehm, so dass eine Softshell-Jacke reicht. Nur der Boden bleibt recht kalt, weil er halt aus Laminat besteht.

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