Die Reaktionen unserer Nachbarn

Unsere Idee, neun Monate im Zigeunerwagen zu leben, liess die Nachbarschaftshilfe anlaufen.

Ursprünglich war die Idee, dass wir während der Bauzeit in einem Containerprovisorium leben. (Weshalb es anders kam, berichten wir in einem anderen Post.)

Im Winter 2015/16 entstand dann die Idee mit dem Zigeunerwagen, die wir lange geheim hielten. Irgendwann mussten wir dann aber mit der Wahrheit gegenüber unseren Nachbarn rausrücken – wobei wir noch den Umweg über die Bezeichnung "Wohnwagen" nahmen.

Ab jenem Moment waren die Reaktionen der Nachbarn ebenso belustigt wie fürsorglich. Wir erhielten:

  • etwa sechs Angebote zum externen Duschen
  • zwei oder drei Angebote zum externen Wäsche waschen
  • zwei Angebote zum Gebrauch der Saunen (und der Duschen)
  • ein Angebot zum Aufenthalt in Räumen, in denen man ohne anzustossen umfallen kann
  • ein Angebot bezüglich Nahrungsmitteln

Es ist wirklich lieb, dass unser Wohlergehen allen so wichtig ist. 🙂

Dass es bei den Nachbarn nicht aufhört, merkte ich vor einigen Tagen, nachdem die Baufachleute den Standplatz für den Wohnwagen vorbereitet hatten. Einer davon fragte mich sehr besorgt: "Du, sag, bisch aber nit scho Wiehnacht in Zigünerwage?" (Deutsch-Italienisch für: Sie ziehen aber nicht schon vor Weihnachten in den Zigeunerwagen um?)

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