Der kälteste Januar seit dreissig Jahren neigt sich endlich seinem Ende zu

Nach Wochen des Frierens geht es jetzt langsam aufwärts. Selbst unsere Pflanzen haben überlebt. Nun gilt es, nicht doch noch einen Fehler zu machen.

Zigeunerwagen und Container in Schnee und Eis

Gestern kam nach Wochen der eisig kalten Hochnebelsuppe endlich wieder die Sonne raus und heute stiegen die Temperaturen zum ersten Mal wieder über null. Überall schmilzt der Schnee.

Ich bin so froh!!!

Gleichzeitig fühle ich mich verarscht. Nach dreissig Jahren, in denen die Winter entweder super mild oder nur nass und grausig, aber nicht besonders kalt waren ... Wann entscheidet sich die Eiseskälte zurückzukehren?

Richtig! In dem Januar, in dem wir mit dem Bauen anfangen wollten (denn schliesslich wird es ja nie mehr richtig kalt).

Unvergessliche (Lern-)Erfahrungen der vergangenen Wochen

  • Es war so kalt in unserer zwar unbeheizten, aber ans Haus angebauten Garage, dass ich mit dicker Winterjacke, Schneestiefeln, Mütze und Wollhandschuhen(!) darin ein Regal putzte, um es auf den Umzug vorzubereiten.
  • Möbel transportieren bei diesem Wetter ist einfach nur sch… (please, pardon my French). Der Möbelhund fährt nicht auf Eis und Schnee. Wenn er dann mal fährt, bleibt er am kleinsten Eisstück hängen. Und mit Schneestiefeln tragen sich Lasten nicht besonders gut.
  • Kugelschreiber und Vorhängeschlösser frieren bei dieser Kälte einfach ein.
  • Selbst die extrastarken Montageklebestreifen kleben nicht mehr richtig. Damit meine ich jene, deren Klebekraft so stark ist, dass einem im dümmsten Fall die Feuerwehr daraus befreien muss.
  • Einmal Backstein in dieser Kälte von der Gewächshaustür wegheben = minus drei Fingernägel.
  • In unserem Altbau helfen selbst ein dicker Schal und zwei Decken nicht mehr gegen das Frieren.

Der Notfallplan wirkte (bisher)

Wer sich um unsere Zitruspflanzen sorgt, den kann ich beruhigen. Die Notheizung mit den Kerzen und die Notisolation mit der Noppfenfolie haben funktioniert.

Allerdings befand sich gestern Morgen zwischen der Noppenfolie und dem Gewächshaus zum ersten Mal eine dicke Eisschicht. Entweder haben nicht genug Kerzen gebrannt oder es ist noch einmal wirklich, wirklich kalt geworden.

Die Wasserleitung zum Haus ist dank unserer allnächtlichen Waschstrategie trotz der arktischen Kälte nicht eingefroren.

Wie eine meiner Romanfigur jedoch immer sagt: "Die letzten hundert Meter sind die gefährlichsten." Drückt uns die Daumen, dass wir nicht doch noch einen Fehler machen, nun da es endlich wärmer wird.

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